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Garagen-Rolltor: platzsparend auch bei niedrigem Sturz

Ein Rolltor wickelt sein Torblatt auf eine Welle über der Öffnung, statt es unter die Decke zu fahren. Damit bleiben Decke und Dachschräge komplett frei, und auch Garagen mit Einbauten, Regalen oder Dachbodenzugang lassen sich nutzen. Bei Renovierungen ist das Rolltor oft die Lösung, wenn der Sturz für ein Sektionaltor zu knapp wäre.

  • Keine Laufschienen unter der Decke, Dachschrägen und Einbauten bleiben nutzbar
  • Kein Schwenkraum vor der Garage, Parken direkt vor dem Tor ist möglich
  • Aufsatz- oder Vorbaukasten je nach vorhandener Sturz- und Laibungssituation
  • Aluminium-Profile mit Ausschäumung: leicht, korrosionsbeständig und formstabil
  • Gute Lösung für Renovierungen, wenn Stemmarbeiten vermieden werden sollen
  • Einzelne Behangprofile sind bei Beschädigung austauschbar
PrinzipzeichnungRolltore

Technische Eckdaten

  • Behang aus ausgeschäumten Aluminiumprofilen, Wickelwelle mit Rohrmotor
  • Kastenvarianten: Aufsatzkasten innen oder Vorbaukasten vor der Fassade
  • Produktnorm DIN EN 13241, mechanische Anforderungen nach DIN EN 12604
  • Kraftbetätigter Betrieb mit Kraftbegrenzung nach DIN EN 12453
  • Deckenfläche wird nicht benötigt, seitlich nur schmale Führungsschienen

Verbindliche Werte je nach Serie und Größe — Datenblätter und Leistungserklärungen (DoP) stellen wir mit dem Angebot bereit.

Aufbau: Wickelwelle, Behang und Führungsschienen

Der Behang eines Rolltors besteht aus schmalen, gelenkig verbundenen Profilen. Beim Öffnen läuft er in seitlichen Führungsschienen nach oben und wickelt sich auf eine Welle, die über der Öffnung in einem Kasten sitzt. Angetrieben wird die Welle üblicherweise von einem Rohrmotor, der innen in der Welle liegt.

Für die Profile ist Aluminium mit ausgeschäumten Hohlkammern der übliche Aufbau. Das Material ist leicht, rostet nicht und lässt sich in vielen Farbtönen beschichten. Die Ausschäumung erhöht die Steifigkeit des einzelnen Profils und dämpft Geräusche beim Auf- und Abwickeln.

Sturzmaß und Deckenfreiheit: Wo das Rolltor punktet

Ein Sektionaltor braucht sowohl Sturz für den Übergang in die Waagerechte als auch freie Deckenfläche über die volle Torbreite. Ein Rolltor braucht beides nicht: Über der Öffnung muss lediglich Platz für den Wickelkasten vorhanden sein, entweder innen als Aufsatzkasten oder außen als Vorbaukasten.

Damit ist das Rolltor die naheliegende Wahl bei Garagen mit Dachschräge, mit Deckenleuchten oder Rohrleitungen unter der Decke, mit Dachbodenluke oder mit Regalen bis unter die Decke. Auch Tiefgaragenzufahrten und Carportabschlüsse werden häufig als Rolltor ausgeführt.

  • Aufsatzkasten: sitzt innen über der Öffnung, von außen unsichtbar
  • Vorbaukasten: wird vor die Fassade gesetzt, wenn innen kein Platz ist
  • Führungsschienen benötigen seitlich nur wenige Zentimeter Anschlag
  • Die Decke der Garage bleibt vollständig frei nutzbar

Renovierung bei niedrigem Sturz

Bei älteren Garagen ist der Sturz häufig so knapp bemessen, dass ein Sektionaltor entweder gar nicht passt oder deutlich Durchfahrtshöhe kostet. Ein Rolltor lässt sich in solchen Fällen oft ohne Stemm- und Betonarbeiten einbauen, weil der Wickelkasten wahlweise vor die Öffnung gesetzt werden kann.

Das spart Bauzeit, Schmutz und Folgekosten für Putz- und Malerarbeiten. Wichtig ist die Prüfung des Untergrunds: Die Führungsschienen und der Kasten müssen tragfähig befestigt werden, bei Leichtbauwänden oder schadhaftem Mauerwerk sind zusätzliche Maßnahmen nötig. Das klären wir beim Aufmaß vor Ort.

Dämmung, Dichtheit und Grenzen der Bauart

Ein Rolltor ist kein Dämmtor. Die Behangprofile sind konstruktionsbedingt deutlich dünner als die Paneele eines Sektionaltors, und der Wickelkasten ist eine zusätzliche Schwachstelle in der Gebäudehülle. Für unbeheizte, freistehende Garagen ist das unerheblich, für eine als Werkstatt beheizte Garage ist ein gedämmtes Sektionaltor die bessere Wahl.

Auch bei der Winddichtigkeit liegt das Rolltor hinter dem Sektionaltor, weil der Behang in den Führungen etwas Spiel braucht. Wo die Garage stark exponiert liegt, sind Ausführungen mit stabileren Profilen und geeigneten Windsicherungen sinnvoll. Wir stimmen das anhand der Einbausituation ab.

Antrieb, Bedienung und Sicherheit

Rolltore werden fast immer elektrisch betrieben, üblich ist ein Rohrmotor in der Wickelwelle mit Funkempfänger. Bedient wird per Handsender, Innentaster, Schlüsseltaster oder Codetaster. Für den Stromausfall gibt es je nach Ausführung eine Notbedienung über Kurbel oder Notentriegelung.

Sicherheitsseitig ist die Schließkante entscheidend: Kraftbegrenzung des Antriebs und je nach Ausführung eine Schließkantensicherung stoppen das Tor, wenn ein Hindernis im Weg ist. Diese Funktionen werden bei der Inbetriebnahme eingestellt und im Rahmen der Wartung regelmäßig überprüft.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Rolltor bei niedrigem Sturz?
Ja, das ist der klassische Anwendungsfall. Weil der Wickelkasten auch außen vor die Öffnung gesetzt werden kann, geht kaum Durchfahrtshöhe verloren. Ein Sektionaltor würde in derselben Situation entweder einen Sonderbeschlag benötigen oder spürbar Höhe kosten.
Ist ein Rolltor gedämmt?
Die Aluminiumprofile sind ausgeschäumt, erreichen aber nicht die Dämmwerte eines mehrschichtigen Sektionaltorpaneels. Für unbeheizte Garagen ist das in der Praxis kein Nachteil. Wenn die Garage beheizt wird oder direkt an Wohnräume grenzt, empfehlen wir ein gedämmtes Sektionaltor.
Wie sicher ist ein Garagen-Rolltor gegen Einbruch?
Entscheidend sind Profilstärke, Führungsschienen, die Verankerung im Mauerwerk und eine Hochschiebesicherung. Selbsthemmende Antriebe und zusätzliche Sicherungen erschweren das Hochschieben des Behangs deutlich. Welche Ausführung sinnvoll ist, hängt von der Lage der Garage und dem Schutzbedarf ab.
Kann ich mein altes Schwingtor durch ein Rolltor ersetzen?
In vielen Fällen ja, und häufig ohne Stemmarbeiten. Nach der Demontage des alten Tors werden Führungsschienen und Kasten in oder vor der Öffnung montiert. Voraussetzung ist tragfähiges Mauerwerk und ein Stromanschluss in der Nähe der Wickelwelle.
Was passiert bei Stromausfall?
Je nach Ausführung lässt sich das Tor über eine Notkurbel oder eine Notentriegelung von Hand bewegen. Bei Garagen ohne zweiten Zugang sollte die Notbedienung von außen zugänglich sein. Wir weisen Sie bei der Übergabe in die Handhabung ein.

Rolltore in Warendorf, Sassenberg und Umgebung

Unser Betrieb sitzt in 48336 Sassenberg. Aufmaß, Montage und Service übernehmen wir in allen 13 Städten und Gemeinden des Kreises Warendorf: Warendorf, Sassenberg, Telgte, Everswinkel, Ostbevern, Beelen, Ennigerloh, Oelde, Beckum, Ahlen, Sendenhorst, Drensteinfurt, Wadersloh. Außerdem sind wir in Münster, Hamm und den Kreisen Steinfurt, Coesfeld, Gütersloh und Soest für Sie da.

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